Leierkasten-Kultur Berlin mit kleiner Schrift
© Leierkastenmann J. Frey, Berlin | 2002 -
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Übersicht der Lieder vom Leierkastenmann Jörg Frey aus Berlin Das schreibt die Presse über die Leierkasten-Kultur in Berlin:


Die Berliner Woche schreibt: Jörg Frey ist inzwischen ein Original im Prenzlauer Berg




Die Berliner Woche schreibt in ihrem Artikel vom 11.8.2004 unter der Überschrift „Mit dem Leierkasten über die Hinterhöfe“:

Jörg Frey ist inzwischen ein Original in Prenzlauer Berg. Auf Festen, Feiern, zu Eröffnungen und Veranstaltungen pflegt er die Kultur des Leierkastenspiels. Aufgewachsen ist der Maler und Grafiker im vierten Hinterhof an der Kastanienallee 12. Kein Wunder, dass er den Ortsteil aus dem Effeff kennt: “Da gibt es beispielsweise ein Schild an einem Haus nahe dem S-Bahnhof Schönhauser Allee, das auf den Drehorgelbauer Bacigalupo hinweist“, erzählt Jörg Frey. „Mich hat schon immer interessiert, welche Bewandtnis es damit hat.“ Den entscheidenden Anstoß, sich mit Leierkästen zu beschäftigen, erhielt der Künstler auf dem Bölschestraßenfest in Friedrichshagen. Ein Programmpunkt war eine Drehorgelspielerparade. „Ich war von den Instrumenten sofort begeistert und wollte auch einen Leierkasten.“
Frey begann, sich mit der Geschichte des Instruments zu beschäftigen. Er erfuhr, dass die Drehorgeln früher von armen Leuten in den Hinterhöfen gespielt wurden, um Geld zu verdienen. Da man sich die teuren Orgeln nicht selbst leisten konnte, wurden sie ausgeliehen.
Als der Italiener Giovanni Bacigalupo in der Gründerzeit nach dem Deutsch-Französischen Krieg nach Berlin kam, witterte er eine Marktlücke. Er begann, seine Firma für Drehorgeln aufzubauen, verkaufte diese unter anderem auch an Gastwirte, die sie wiederum vermieteten. Das Schild in der Nähe des S-Bahnhofes Schönhauser Allee zeugt noch heute davon, dass die Firma über mehrere Generationen bestand. Bei seinen Recherchen fand Jörg Frey heraus, dass es heute in Berlin nur noch einen Drehorgelbauer gibt: Axel Stüber in Biesdorf. Dieser hält die alte Handwerkstradition am Leben, baut die Instrumente ausschließlich in Handarbeit. Für die kostbaren Fassaden dieser Drehorgeln lieferte Frey eine Reihe kleiner Ölgemälde mit Berliner Stadtansichten.
Frey besitzt einen Umhänge-Leierkasten aus Stübers Werkstatt. In dem acht Kilo schweren Instrument wimmelt es von Mechanik. Eines der wichtigsten Bestandteile ist das breite Band, das durch das Drehen am Leierkasten über den Steuerblock gezogen wird. Die ins Band gestanzten Löcher sorgen für das Anspielen der zwanzig hölzernen Pfeifen – es erklingen Melodien so wie vor hundert Jahren.
„Auf jedes Band sind drei, vier Lieder gestanzt. Mein Repertoire umfasst zurzeit dreißig Rollen, von Gassenhauern, Volksliedern über Alt-Berliner Lieder bis hin zum Weihnachtslied“, berichtet Frey. Arrangiert wurden die meisten Bänder von Edi Hofmann aus Pfullendorf.
Mit seinem Leierkasten ist Jörg Frey heute nicht nur bei allerhand offiziellen Anlässen gern gesehener Gast, er leitet auch Stadtführungen durch den Prenzlauer Berg.





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