Leierkasten-Kultur Berlin mit kleiner Schrift
© Leierkastenmann J. Frey, Berlin | 2002 -
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Leierkasten Presseberichte!


 

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Übersicht der Lieder vom Leierkastenmann Jörg Frey aus Berlin Das schreibt die Presse über die Leierkasten-Kultur in Berlin:


In ihrer großen Reportage in der Berliner Morgenpost vom 20.April 2011 schreibt Marion Müller-Roth:
Wie ein Schwarm bunter Fische ziehen die Fahrgäste der U2 auseinander, als Jörg Frey aus der U-Bahn steigt. Sie schauen auf einen schwarz umhüllten Kasten, den er vor seinem Bauch trägt, blicken dem Mann im weißen Leinensakko verstohlen hinterher. Jörg Frey zieht die Schiebermütze, als würde er grüßen. Nicht stolz darauf, aber sich bewusst, dass er hier, am Knotenpunkt der Schönhauser Allee, wie ein Filmdarsteller wirkt. Dabei spielt er keine Rolle, er ist einfach er selbst.




Der 43-jährige Kunsttherapeut lebt seit seiner Kindheit an der Schönhauser Allee, er lernte die Bohémiens des Ostens kennen, studierte Grafik, Malerei und lange nach der Wende Kunsttherapie…Und er liebt es, in seiner Freizeit Schlager zum Leierkasten zu singen.
„Ausgerechnet Bananen, Bananen verlangt sie von mir“. Es ist das Lebensgefühl der 20er Jahre, dem er nachspürt, ein Gefühl, das sich lange in den Gründerzeitgemäuern der Schönhauser Allee mit ihren tiefen Höfen gehalten hat und das jetzt zu verschwinden droht. Er sucht, das Vergangene herüberzuretten…
Es sind Schwarz-Weiß-Filmsequenzen, die er in sich trägt. Lieder, die seine Großmutter, eine Bohemienne der 20er Jahre, summte. Es sind Farben wie Grau, Taubenblau, Schwarz und schmutziges Ocker. Eben das, was die Schönhauser Allee einmal war – viele Geschichten.

Eine von ihnen sind die Leierkästen, mit ihnen zog der Name Schönhauser Allee in die Großstadtquartiere der Welt. Giovanni Batista Bacigalupo war der Begründer des Bacigalupo-Imperiums, das über drei Generationen und fast hundert Jahre in mehreren Höfen der Schönhauser Allee Drehorgeln baute. Die Alteingesessenen kennen das Firmenschild, das bis vor acht Jahren noch an Nummer 74a hing.

…Jörg Frey (setzt sich) jetzt zu einem Tee in sein Atelier. Es liegt im dritten Stock, im zweiten Hinterhof. In derselben nach James-Hobrecht-Plänen angelegten „Mietskaserne“, in der er als Kind zwischen Schrankwand und Ofenheizung die Schlager seiner Großmutter summte, von wo er als Jugendlicher zum Dichter Peter Brasch ging, als Maler die Tiefe des Graus entdeckte, später eine Familie gründete, einmal kurz in den Westen zog, um dann wieder zurückzukommen. „Zu Hause“, sagt er, „ist eine Sehnsucht, die man nicht vergessen kann, ein bestimmtes gebrochenes Licht, ein Geruch, ein Klang, etwas und vieles, das man nicht ersetzen kann.“ Und wenn sich die Welt um ihn auch noch so verändert, so lange die Kastanie im Hof jedes Jahr von Neuem blüht, wird er bleiben.





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